Die Sicherung der ärztlichen Versorgung wird eine besonders wichtige Aufgabe in der nächsten Legislaturperiode sein.
In unserer Broschüre zur Wahl haben wir uns in das Jahr 2030 versetzt und beschrieben, wie unsere Stadt in dem Bereich Gesundheit und Prävention aussehen könnte. Wir stellen eine Vision dar, die nicht unbedingt so eintreffen muss, aber so Wirklichkeit werden könnte.
Besonders wichtig ist ein ausreichendes Angebot an Hausarztpraxen. Aktuell sind wir angemessen versorgt, doch aufgrund der Altersstruktur unserer Ärzte könnte sich dies in den nächsten fünf Jahren verschlechtern.
Was müssen unsere Ärzte, was müssen wir in kommunalpolitische Verantwortung unternehmen, dass sich junge Ärztinnen und Ärzte für eine Niederlassung in unserer Stadt interessieren?
Eine deutliche Mehrheit der Absolventen des Medizinstudiums sind heutzutage weiblich, eine Familienplanung steht oftmals nach Ende des Studiums und der Facharztzeit noch aus. Die Bereitschaft sich Selbständig zu machen und mit 50 bis 60 Stunden Wochen eine eigene Praxis mit hohen Investitionskosten und wirtschaftlichen Unsicherheit zu betreiben, ist oftmals nicht vorhanden.
Viele möchten im Angestelltenbereich arbeiten und dadurch ein gesichertes Einkommen mit überschaubaren Stundenumfang erreichen. Außerdem arbeitet man gerne im Team und nicht mehr so gerne als Einzelkämpfer.
Niederlassungsmöglichkeiten gibt es viele, deshalb schaut man sich die vorhandene Praxis an und fragt sich, reicht der Raumzuschnitt auch in der Zukunft aus, was muss man investieren, wie sieht es mit Erreichbarkeit und Parkplätzen aus. Wie lebt es sich in der Stadt, welche Möglichkeiten haben meine Kinder, wie sieht es mit Freizeit und Kultur aus, dies sind weitere Überlegungen die angestellt werden.
Natürlich wäre es schön, wenn den jetzigen Praxisinhabern ein guter Übergang gelingen würden und die Stadt sich als Beobachter zurücklehnen könnte. Doch danach sieht es aktuell nicht aus.
Deshalb glauben wir als SPD, dass wir aktiv nach einem geeigneten Gebäude suchen müssen, in dem mehrere Ärzte zusammenarbeiten können und wo sich unter Umständen Pflegedienste Physiotherapeuten oder ähnliche „unterstützenden Bereiche“ ansiedeln können.
Eine Ärztehaus mit guter Erreichbarkeit muss unser Ziel sein. Aufgabe der Stadt ist dabei die Suche nach einem geeigneten Gebäude oder Grundstück, die Unterstützung von Investoren und die Unterstützung der Ärzte, die ein solches Gebäude nutzen möchten.
Notfalls muss dabei aber auch die Stadt die Federführung übernehmen! Ein wohnortnahes medizinisches Versorgungszentrum, in dem sich Ärzte und medizinische Dienstleistungen befinden wäre eine wichtige Errungenschaft für Neustadt.
Neue Konzepte zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung auf dem Land, wie Gemeinschaftspraxen, Gemeindeschwestern und Telemedizin, werden von uns in der nächsten Legislaturperiode geprüft werden. Nichtärztliche Praxisassistenzen sind eine weitere sinnvolle Möglichkeit, die wir unterstützen werden.
Wir wollen gesund leben, Prävention und Gesundheit fördern!

 

Ihre SPD in Neustadt Hessen